Kein Forum für rechte Kader, weil …

  • … öffentliche Auftritte und Veranstaltungen von Rechten genutzt werden, um ihre menschenfeindlichen Ideologien und Parolen sagbar und anschlussfähig zu machen.
  • … die Überzeugungsarbeit für ein offenes, solidarisches Zusammenleben in allen Bereichen der Gesellschaft wie in der Familie, auf der Arbeit, im Fußballclub, am Stammtisch, in der (Hoch)Schule, in Jugendeinrichtungen usw. geführt werden muss – statt sich an rechten Funktionär*innen abzuarbeiten.
  • … Podiumsdiskussionen mit rechten Kadern auch über vermeintlich sachliche, unverfängliche Themen die Normalisierung ihrer eigentlichen menschenfeindlichen Kernthemen fördert. Im Ergebnis werden so parlamentarische Koalitionen und eine politische Zusammenarbeit mit Rassist*innen für politische Gruppen und Parteien vorstellbar.
  • … das Demaskieren von rechten Kadern im Rahmen von Podiumsdiskussionen meist fehlschlägt. Gegen Diskussionsstrategien, die sich keiner gewöhnlichen Logik oder Fakten bedienen, ist besonders bei rhetorisch geschulten Rechten wenig auszurichten. Fake-News, Verschwörungsmythen und Geschichtsrevisionismus sind keine Diskussionsgrundlage!
  • … die Gefahr, dass sich rechte Kader als Opfer eines Ausschlusses generieren, weniger schwerwiegend ist als die Normalisierung ihrer rechtsradikalen Positionen.
  • … die Verflechtungen der AfD zur extremen Rechten derart intensiv sind, dass sich jede*r bewusst sein muss: Zahlreiche Mitglieder in der Parteiführung und an der Basis sind trotz Anzug und Krawatte klassische Rechtsradikale.
  • … ein Podium ohnehin immer Menschen von Diskussionen ausschließt, da nur eine kleine Auswahl von Vertreter*innen spricht und oft direkt Betroffene nicht die herausgehobenen Podiumsplätze einnehmen. Warum sollten dann ausgerechnet Menschen mit einer rassistischen Agenda in diese enge Auswahl von Diskussionsgästen kommen?
  • … die Enttabuisierung von rechter Hetze eine Ermutigung für rechte Gewalttäter*innen ist. Wer schenkt da ihren Opfern noch Gehör?
  • … die Verweigerung jeglicher Zusammenarbeit und Räumlichkeiten für Parteien wie NPD, REP und DVU zu deren machtpolitischen Bedeutungslosigkeit beigetragen hat.
  • … weil mit guten Gründen Organisationen aus allen Teilen der Zivilgesellschaft ebenfalls klare Kante gegen alte und neue Rechte zeigen (siehe Positionen).